Werkstoffkunde 1 & 2 bestehen: Die 3 größten Klausur-Hürden einfach erklärt
📅 Mai 2026 · ⏱ 12 Min. Lesezeit · 🛠️ Eisen-Kohlenstoff-Diagramm · Werkstoffprüfung · Stahlnomenklatur
Werkstoffkunde gilt im Maschinenbau und in vielen Ingenieurstudiengängen als klassische Siebklausur. Die Stoffmenge ist riesig, die Durchfallquoten sind hoch. Doch mit der richtigen Taktik ist das Fach absolut machbar. Wir zeigen dir die drei wichtigsten Hürden und wie du Werkstoffkunde 1 & 2 bestehen kannst.
Alles beginnt beim Atombau: Das Periodensystem liefert das Fundament für Werkstoff-Eigenschaften. Quelle: Unser Werkstoffkunde-Lernheft
1. Hürde 1: Das Eisen-Kohlenstoff-Diagramm (EKD) verstehen
Das EKD ist das absolute Herzstück jeder Werkstoffkunde-Prüfung. Viele Studierende versuchen panisch, das gesamte Liniennetz auswendig zu lernen. Das funktioniert fast nie. Stattdessen solltest du das Diagramm in logische Schritte zerlegen:
- Die Phasen bestimmen: Wo existiert flüssige Schmelze? Wo bildet sich Austenit (Gamma-Eisen), wo Ferrit (Alpha-Eisen) und wann entsteht Zementit (Fe3C)?
- Die Fixpunkte merken: Der *eutektische Punkt* (bei 4,3 % Kohlenstoff und 1147 Grad Celsius) trennt Stahl von Gusseisen. Der *eutektoide Punkt* (bei 0,76 % Kohlenstoff und 727 Grad Celsius) markiert die Entstehung von Perlit.
- Abkühlung beschreiben können: In der Klausur musst du oft den Weg einer Schmelze von oben nach unten zeichnen oder beschreiben. Übe das gedankliche Abkühlen Schritt für Schritt für untereutektoide (unter 0,76 % C) und übereutektoide Stähle.
Das Eisen-Kohlenstoff-Diagramm (EKD): Kernbestandteil fast jeder WK-Klausur. Quelle: Unser Werkstoffkunde-Lernheft
2. Hürde 2: Stahlnomenklatur und Kurznamen entschlüsseln
Warum heißt ein Stahl S235JR und ein another 42CrMo4? Die Benennung von Stählen nach DIN EN 10027 wirkt auf den ersten Blick wie eine Geheimsprache. Wenn du das System einmal verstanden hast, ist es reine Taktik. Es gibt zwei Hauptgruppen:
Gruppe 1: Stähle nach ihrer Verwendung (z.B. S235JR)
Der Buchstabe verrät den Einsatzzweck (S steht für Baustahl/Structural Steel). Die Zahl dahinter gibt immer die *Mindeststreckgrenze* in MPa (N/mm²) an. Die hinteren Buchstaben (z.B. JR) stehen für bestimmte Qualitätsanforderungen wie die Kerbschlagarbeit.
Gruppe 2: Stähle nach chemischer Zusammensetzung (z.B. 42CrMo4)
Hier liest du ab, welche Elemente einlegiert sind. Bei niedrig legierten Stählen gilt folgender Trick für die Zahlen:
CrMo = Die Hauptlegierungselemente Chrom und Molybdän
4 = Der Gehalt des ersten Elements (Chrom) multipliziert mit dem Faktor 4 (also 1 % Chrom)
3. Hürde 3: Die Werkstoffprüfung (Zugversuch & Härte)
Ingenieure müssen wissen, wie viel ein Bauteil aushält. In der Klausur wird deshalb fast immer verlangt, dass du Diagramme aus der Werkstoffprüfung auswerten kannst. Konzentriere dich auf die beiden wichtigsten Verfahren:
Der Zugversuch
Du musst das *Spannungs-Dehnungs-Diagramm* blind zeichnen und beschreiben können. Wo liegt die Hooke'sche Gerade (elastischer Bereich)? Wo ist die obere (ReH) und untere Streckgrenze (ReL), ab der sich das Material dauerhaft plastisch verformt? Wo liegt die maximale Zugfestigkeit (Rm)?
Die Härteprüfung
Hier solltest du die drei klassischen Verfahren voneinander abgrenzen können. Merk dir vor allem, welcher Prüfkörper in das Material gedrückt wird:
| Verfahren | Prüfkörper / Eindringkörper | Anwendungsbereich |
|---|---|---|
| Brinell (HBW) | Hartmetallkugel | Weiche bis mittelharte Werkstoffe |
| Vickers (HV) | Gleichseitige Diamantpyramide | Universell einsetzbar (auch sehr harte Stoffe) |
| Rockwell (HRC) | Diamantkegel (oder Stahlkugel) | Schnelltest in der Industrie (direktes Ablesen) |
4. Prof. Dr. Martin Bonnet: Der Kopf hinter dem Konzept
Das größte Problem im Studium ist meistens nicht der Stoff an sich, sondern die Art, wie er in den Vorlesungsskripten präsentiert wird: Trocken, kompliziert und voller Fachjargon. Um das zu ändern, haben wir uns für dieses Modul echte Verstärkung geholt.
Prof. Dr.-Ing. Martin Bonnet ist deutscher Ingenieur, Professor für Werkstoffkunde an der TH Köln und geschäftsführender Direktor des Instituts für Werkstoffanwendung. In der Werkstoff-Community gilt er als absolute Ausnahmeerscheinung – ein Professor mit Ecken, Kanten und unbändiger Leidenschaft für sein Fach. Er ist genau derjenige, der Werkstoffkunde mit spürbarer Begeisterung, viel Humor und auf eine herrlich unkonventionelle Art vermittelt.
Bekannt ist er vor allem durch seinen YouTube-Kanal „Welt der Werkstoffe“, dem größten deutschen Kanal zum Thema. Wie nahbar und humorvoll er komplexe mechanische Zusammenhänge erklärt, siehst du perfekt in diesem Video:
📺 Video-Empfehlung: Martin Bonnets humorvolle Erklärungen
Video auf YouTube ansehen →Erlebe Werkstoffkunde lebendig und verständlich statt staubtrocken.
Genau aus diesem Grund haben wir gemeinsam mit Prof. Bonnet ein System entwickelt, das den Endgegner Werkstoffkunde zähmt. Unser gemeinsames Lernheft fasst den gesamten Stoff auf 162 Seiten kompakt und studentenfreundlich zusammen. Über integrierte QR-Codes landest du direkt bei den passenden Erklärvideos von Martin Bonnet. Zudem sorgen 100 Übungsfragen mit ausführlichen Lösungen dafür, dass du dich optimal testen kannst, bevor du in die echte Prüfung gehst.
5. Häufige Fragen (FAQ) zu Werkstoffkunde 1 & 2
Warum ist Werkstoffkunde im Ingenieurstudium so wichtig?
Weil Werkstoffe das Limit jeder Konstruktion vorgeben. Egal ob E-Mobilität, Leichtbau oder Medizintechnik: Wer Bauteile sicher berechnen und auslegen will, muss das Verhalten der Materialien unter Last, Hitze oder Korrosion genau verstehen.
Wie bereite ich mich am besten auf die Werkstoffkunde-Klausur vor?
Reines Auswendiglernen reicht nicht. Du musst in der Lage sein, die Brücke von der Mikrostruktur (Kristallgitter) zu den makroskopischen Eigenschaften (Bruchverhalten) zu schlagen. Nutze visuelle Hilfsmittel wie das EKD und teste dich frühzeitig mit Altklausuren oder Kontrollfragen.
Für welche Studiengänge ist das Lernheft geeignet?
Das Heft deckt die mathematischen und physikalischen Grundlagen für alle klassischen Ingenieurstudiengänge ab – darunter Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurwesen, Fahrzeugtechnik und Materialwissenschaften.
Mach Schluss mit der Angst vorm Siebfach
Lass dich vom Vorlesungsskript nicht demotivieren. Hol dir die verständliche Struktur von Prof. Martin Bonnet und gehe mit echtem Selbstvertrauen in deine Werkstoffkunde-Klausur.
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